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Französische Gesellschaft für Schokolade und Tee — Geschichte & Fakten

Das Erste, was ins Auge fällt bei Compagnie Française des Chocolats et des Thés, ist das intime Dreieck, das von der Frau, dem Kind und der Katze gebildet wird – jeder unwiderstehlich zur dampfenden Tasse in der Mitte hingezogen. Théophile Alexandre Steinlen, bekannt für seine scharfe Beobachtung des häuslichen Lebens, lädt uns zu einem Moment des gemeinsamen Vergnügens ein: Die Frau kühlt sanft das Getränk des Kindes, während die Katze, erwartungsvoll auf einem Platz sitzend, scheinbar ihren Anteil einfordert. Die Farbpalette ist warm und einladend, dominiert von Rot- und Ockertönen, die den Komfort einer Pariser Küche widerspiegeln, während die kräftige, geschwungene Schrift darüber die Szene wie einen Theatervorhang einrahmt.

Jede Geste ist absichtlich – die ausgestreckte Hand der Frau ist sowohl schützend als auch fürsorglich, der weit aufgerissene Blick des Kindes ist auf das Ritual gerichtet, und selbst der gewölbte Rücken der Katze deutet auf Vorfreude hin. Die Schachtel Schokolade im Vordergrund verankert das Bild in der Welt des Handels, aber die Stimmung dreht sich ganz um das Zuhause. Dieses lithografische Plakat wurde 1895 geschaffen und gehört zur goldenen Ära des französischen Affiches, als Künstler wie Steinlen Werbung in eine Kunstform verwandelten, die sich über die Boulevards von Paris ergoss. Solche Plakate wurden von Unternehmen in Auftrag gegeben, die ihre Produkte mit den Annehmlichkeiten und Aspirationen des modernen Familienlebens verbinden wollten, und Steinlens Arbeit für die Compagnie Française des Chocolats et des Thés ist ein klassisches Beispiel.

Der charakteristische Stil des Künstlers – fließende Linien, sanfter Humor und eine Vorliebe für Katzen – machte seine Plakate sofort erkennbar und weit verbreitet gesammelt. Heute befindet sich dieses besondere Werk in der Bibliothèque nationale de France, ein Zeugnis aus der Zeit, als die Straßen selbst zu Galerien wurden und die Freuden von Schokolade und Tee zu Objekten des Verlangens erhoben wurden. Schau dir erneut die eindringliche Haltung der Katze und das vertrauensvolle Gesicht des Kindes an: Steinlen wusste, dass der wahre Luxus nicht nur in der Tasse lag, sondern in der Gesellschaft.

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