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PKZ – Burger-Kehl & Co. — Geschichte & Fakten

Was zuerst ins Auge fällt bei PKZ – Burger-Kehl & Co. ist die eindrucksvolle Präsenz des Mannes rechts, der mit seinem Zylinder und seinem weiten Mantel über den anderen thront, während seine weiße Weste das grelle Licht einfängt. Er ist sowohl Teilnehmer als auch Beobachter, eine Figur, deren schiere Größe und Haltung Autorität und Selbstbewusstsein suggerieren. Die Gruppe links, enger zusammenrücken, zieht uns in ein stilleres Drama: Eine Frau in einem weißen Kleid, mit dem Rücken zu uns, wird zum Mittelpunkt der Aufmerksamkeit dreier Männer, deren Blicke und Körpersprache eine Choreografie von Neugier und Bewunderung bilden.

Der Einsatz von Schwarz und Weiß durch den Künstler, nur unterbrochen vom Grün des Schals der Frau und der Marke PKZ, schärft das Gefühl des Anlasses — eine Welt von Abendkleidung und geflüsterten Gesprächen. Dieses Bild gehört unmissverständlich zur Welt der kommerziellen Kunst des frühen 20. Jahrhunderts, als Plakate nicht nur Werbung, sondern kühne Erklärungen des modernen Lebens und der Aspiration waren. Um 1912, als dieses Werk entstand, expandierten Schweizer Kaufhäuser wie Burger-Kehl & Co.

in die Stadtzentren, und Künstler wie Emil Cardinaux prägten die visuelle Identität dieser neuen Emporien. Die eleganten Figuren und das klare Design des Plakats sprechen eine Klientel an, die nach Raffinesse strebt, während die Liste der Städte unter der Marke die Reichweite einer modernen, mobilen Gesellschaft ankündigt. Die Geschichte hat nur wenige Spuren des alltäglichen Glamours hinterlassen, den diese Plakate einst versprachen, aber ihr Stil lädt uns immer noch ein, uns in diese schick gekleidete Menge hineinzuversetzen.

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