Die Kreuzabnahme — Geschichte & Fakten
Der blasse, leblos Körper Christi wird sanft von zwei Männern vom Kreuz abgenommen, seine Arme ausgestreckt und sein Kopf mit Dornen gekrönt, während seine Füße noch von den Nägeln der Kreuzigung gezeichnet sind. Hinter Maria stehen zwei Frauen in Trauer: eine in Weiß, die ein Tuch gegen ihr Gesicht drückt, und eine andere in Grün, mit gesenktem Blick und gefalteten Händen in Trauer. Licht fällt gleichmäßig auf die Szene und beleuchtet die Gesichter und die reichen Falten der Gewänder, die mit präziser, skulpturaler Pinseltechnik und einer auffälligen Palette aus Rot, Blau, Grün und Gold dargestellt sind.
Jedes Detail, von den Tränen auf den Wangen der Trauernden bis zur Textur der Stoffe, ist mit akribischer Sorgfalt gemalt, was charakteristisch für die frühe flämische Malerei ist. Ein Schädel und Knochen liegen im unteren linken Eck auf dem Boden, teilweise bedeckt von der blauen Drapierung von Marias Gewand. In der oberen Mitte steht ein Mann in Blau auf einer Leiter, mit gesenktem Kopf und Händen, die den Querbalken festhalten, während er beim Abstieg hilft.
Ein bärtiger Mann in rotem Hut und dunklem Gewand steht hinter Christus, seine Hände stützen den Körper am Oberkörper. Rechts hält ein Mann in einem reich gemusterten Gold- und Braungwand die Beine Christi und blickt nach unten. Ein glatzköpfiger Mann in Grün steht hinter der reich gekleideten Figur, sein Kopf ist zur Szene gewandt und zeigt einen düsteren Ausdruck.
Ganz rechts kniet eine Frau in einem weißen Kopfschmuck und lavendelfarbenem Kleid und faltet die Hände zum Gebet, ihr Gesicht zur Seite gedreht. Der untere Rand des Gemäldes ist mit Gras und kleinen Pflanzen gesäumt, was dem Vordergrund ein naturalistisches Detail verleiht. Licht hebt die Falten und Texturen der Stoffe hervor, insbesondere das schimmernde goldene Muster des Gewands und das strahlende Weiß der Kopfbedeckungen. Der Abstieg vom Kreuz wurde von Rogier van der Weyden vor 1443 geschaffen.









