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Jungfraubahn – Jungfraujoch — Geschichte & Fakten

Wenige Bilder kündigen die Ankunft so klar an wie Jungfraubahn – Jungfraujoch von Emil Cardinaux. Der Betrachter wird sofort auf das Dach Europas transportiert, wo eine Gruppe von Besuchern unter einer wehenden Schweizer Flagge steht, mit dem Rücken zu uns, und in die leuchtende Ausdehnung des Gletschers und der zerklüfteten blauen Gipfel blickt. Der immense weiße Vordergrund, durch eisige Spalten geformt, zieht den Blick zu den menschlichen Figuren, die zwar klein, aber würdevoll sind, und dann zur Flagge — rot gegen den blassen Himmel, ein Zeichen nationalen Stolzes und des Triumphes des Zugangs über die Höhe.

Jede Linie und Farbe hier dient dem Staunen: der Flaggenmast als axis mundi, der Horizont als Versprechen. Um 1928 geschaffen, gehört dieses Werk zu einem goldenen Zeitalter der Reiseposter, als Eisenbahnen Künstler beauftragten, um den Nervenkitzel entfernter Ziele heraufzubeschwören. Die Jungfraubahn, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts fertiggestellt wurde, war selbst ein Wunder — sie brachte Besucher zum Jungfraujoch, dem „Dach Europas“, ein Meisterwerk der Ingenieurskunst und des Strebens.

Der Stil von Cardinaux, mit seinen vereinfachten Formen und der kühnen, fast theatralischen Farbpalette, destilliert die Landschaft auf das Wesentliche und lässt die Reise selbst monumental erscheinen. Die Geschichte hat nur wenige Spuren einzelner Poster wie dieses hinterlassen, aber ihre Wirkung bleibt bestehen: Sie verwandelten abgelegene Gipfel in Ikonen und Reisende in Zeugen. Stehen Sie vor diesem Bild und Sie schließen sich der Reihe der Figuren an, die auf eine Welt blicken, die nun in Reichweite ist.

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