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Teatro Solís, Grandes Veglioni, Carnaval 1923 — Geschichte & Fakten

Ein Farbenrausch und Bewegung bricht aus dem Zentrum von Teatro Solís, Grandes Veglioni, Carnaval 1923 hervor und zieht den Betrachter ins Herz einer Karnevalsnacht in Montevideo. Die Hauptfigur, deren Lippen in einem Lachen geöffnet sind und deren Arm in einladender Begeisterung erhoben ist, ist ein Leuchtfeuer der Festlichkeiten, ihr gelbes Kleid mit grünen Edelsteinen fängt das Licht ein, als wäre sie im Dreh. Um sie herum wirbeln Begleiter mit Zylindern, Federn und Masken in einem Wirbel aus Rosa und Rot, ihre Gesichter gerötet von der Aufregung des Maskenballs.

Der Pinselstrich des Künstlers ist kühn und fließend, die Komposition ist dicht gepackt, um das Gefühl einer drängenden Menge zu vermitteln, die auf den nächsten Tanz oder Toast wartet. Jedes Detail, vom Strauß Rosen, den sie in der Hand hält, bis zu den herabfallenden Bändern, ist darauf ausgelegt, das Auge entlang eines Pfades von Feier und Spektakel zu führen. Dieses Plakat gehört zum goldenen Zeitalter der illustrierten Werbung, als die Kunst des affiches ebenso sehr um Verführung wie um Information ging. Es wurde für den Karneval von 1923 in Montevideo im berühmten Teatro Solís geschaffen und verkörpert den Geist der öffentlichen Festlichkeit und den kosmopolitischen Glamour des frühen 20.

Jahrhunderts in Uruguay. Solche Werke wurden von den kommunalen Behörden und Veranstaltern in Auftrag gegeben, um große Maskenbälle—"veglioni"—anzukündigen und die Vorstellungskraft einer Stadt einzufangen, die sich im Rausch der Modernität befindet. Obwohl wenig über die individuelle Reise dieses speziellen Drucks verzeichnet ist, deutet seine Erhaltung in der Bibliothèque nationale de France auf die internationale Reichweite sowohl des Künstlers als auch des Events hin.

Lassen Sie Ihren Blick auf den Gesichtern und Stoffen verweilen: Sie sind ein Fenster zu einer Welt, in der das Versprechen einer einzigen Nacht eine ganze Stadt erhellen konnte.

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