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Pfau und Pfauhen auf einer Stange, Truthähne, ein Fasan und Geflügel neben einem Brunnen — Geschichte & Fakten

Das Auge fällt zuerst auf den Pfau, dessen Schwanz ein Wandteppich aus Bronze und Smaragd ist, der wie ein königlicher Zug über den rauen Holzsitz hängt. Jede Feder ist mit der Sorgfalt eines Juweliers gemalt, jedes "Auge" ein kleines Wunder, aber die Szene ist nicht nur eine bloße Schau von Schönheit. Rund um den Brunnen entfaltet sich ein Drama von Hierarchie und Neugier: Der Hahn kräht von seiner steinernen Bühne, die Truthähne posieren, und ein Fasan wirft einen schiefen Blick auf die Versammlung.

Licht filtert durch die Blätter, fängt die Irideszenz des Gefieders und die Rauheit des Steins ein und lenkt den Blick vom stolzesten Vogel zum bescheidensten Küken. Die Farbpalette ist erdig, aber lebendig, die Schatten tief genug, um die Kühle unter den Bäumen anzudeuten, die Luft dick von dem Treiben eines Landhofs. Gemalt im Jahr 1652 von Adriaen van Utrecht, gehört dieses Werk zu einer Welt, in der solche Szenen sowohl Feier als auch Inventar waren. Im Flandern des 17.

Jahrhunderts waren Gemälde von Fülle im Stall bei wohlhabenden Händlern und Landbesitzern begehrt, was sowohl Reichtum als auch eine gewisse Harmonie mit der Natur signalisierte. Die Aufmerksamkeit des Künstlers auf jede Art—häuslich und exotisch—spiegelt die Faszination der Zeit für das Sammeln, Katalogisieren und Ausstellen der Wunder der Natur wider. Obwohl die Geschichte nur wenige Spuren der frühen Reise dieses speziellen Gemäldes bewahrt hat, spricht seine Präsenz in einer modernen Sammlung für die anhaltende Anziehungskraft solcher Szenen: ein Moment der Ordnung und Pracht, für immer am Rand des Brunnens schwebend.

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