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Richard Beard Streatfield von Copford Lichfield, Staffordshire (1705–1770) — Geschichte & Fakten

Was sofort ins Auge fällt in Richard Beard Streatfield von Copford Lichfield, Staffordshire (1705–1770) von Arthur Devis ist die unwahrscheinliche Bühne, auf der sein Sujet steht: ein einsamer Mann, schick gekleidet in den Rot- und Blautönen des englischen Landadels des 18. Jahrhunderts, beherrscht einen imaginären Landstreifen vor der unverwechselbaren Silhouette des Tafelbergs und den Gewässern der Tafelbucht. Das Gemälde ist ein Porträt, aber es ist auch eine Karte, eine Erklärung und vielleicht ein Prahlerei.

Streatfields Pose ist formell, doch das Fernrohr in seiner Hand und die fernen Schiffe hinter ihm sind Hinweise – dies ist nicht nur ein Abbild, sondern eine Geschichte von Handel, Reisen und Ambitionen. Die ruhige Wasserfläche und der blasse, fast traumhafte Himmel verleihen der Szene ein Gefühl von Möglichkeit, als ob der Dargestellte kurz davor steht, in eine neue Welt einzutreten. Porträts wie dieses, gemalt im Jahr 1746, waren mehr als nur Aufzeichnungen des Aussehens; sie waren Aussagen über Identität und Aspiration. In der Ära der Ostindien-Kompanie, als englische Vermögen an fernen Küsten gemacht und verloren wurden, bedeutete es, mit dem Tafelberg im Rücken abgebildet zu sein, einen globalen Anspruch zu erheben.

Arthur Devis spezialisierte sich auf solche sorgfältig konstruierten Bilder, in denen jedes Detail – von den Schiffen bis zur Küstenlinie – Status und Verbindung signalisiert. Während die Geschichte nur verstreute Spuren von Streatfields eigenen Handelsgeschäften bewahrt hat, ist das Gemälde selbst ein Fenster zu den Ambitionen einer Klasse, die begierig darauf ist, sich im weiteren Weltbild zu sehen. Je länger man schaut, desto mehr weicht die Stille des Dargestellten der unruhigen Bewegung der Schiffe und des Handels dahinter.

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