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Die Geburt der Venus: Interpretation und Bildbeschreibung

Die Geburt der Venus (italienisch Nascita di Venere) ist ein Gemälde in Tempera auf Leinwand des Florentiner Malers Sandro Botticelli (1445–1510), entstanden um 1485, und ein Werk der frühen Renaissance. Anders als der überlieferte Titel vermuten lässt, zeigt es keine Geburt: Die aus dem Meeresschaum geborene Göttin der Liebe und Schönheit landet, von den Winden getrieben, auf einer großen Jakobsmuschel auf der Insel Zypern. Das Bild hängt in den Uffizien in Florenz.

  • Was es zeigt: Venus steht auf einer großen Jakobsmuschel; links treiben die Winde Zephyr und vielleicht Aura sie ans Ufer, rechts reicht ihr eine junge Frau einen mit Blumen bedeckten Mantel.
  • Antike Vorbilder: Die schamhafte Haltung der Venus, die sich mit ihrem langen Haar bedeckt, folgt antiken Statuen vom Typ der Venus pudica; das umschlungene Windpaar geht auf eine hellenistische Gemme aus dem Besitz Lorenzos des Prächtigen zurück.
  • Gold im Haar: Die Lichtreflexe im blonden Haar der Venus entstanden durch aufgetragenes Gold.
  • Ein Hinweis auf die Medici: Die Orangenbäume galten als Emblem der Medici, weil Orangen damals mala medica hießen; das Bild wurde sehr wahrscheinlich von einem Mitglied der Familie in Auftrag gegeben.
  • Technik und Maße: Tempera auf Leinwand, 172,5 × 278,5 cm. Leinwand war im 15. Jahrhundert ein verbreiteter Bildträger für dekorative Gemälde in Adelshäusern; Botticellis Primavera ist dagegen auf Holz gemalt.
  • Erste Erwähnung: 1550, als Giorgio Vasari es in der Medici-Villa in Castello bei Florenz beschrieb, wo es bis 1815 blieb.

Quellen: Sammlungseintrag der Uffizien (Inv. 1890 Nr. 878) · Uffizien: Botticellis Primavera · Wikidata Q151047 · Wikidata Q5669

Fragen und Antworten zum Gemälde

Was bedeutet „Die Geburt der Venus“?

Botticellis Gemälde feiert Venus als Sinnbild von Liebe und Schönheit, so die Uffizien; das Thema hat vielleicht der Dichter Agnolo Poliziano angeregt. Trotz des Titels zeigt es keine Geburt: Die aus dem Meeresschaum geborene Göttin geht, von den Winden getrieben, auf der Insel Zypern an Land. Die vom Wind herangewehten Rosen und der Blumenmantel verweisen auf den Frühling, und die Orangenbäume galten als Emblem der Medici, der Familie, die das Bild sehr wahrscheinlich in Auftrag gab.

Quelle: Sammlungseintrag der Uffizien (Inv. 1890 Nr. 878) · Wikidata Q151047 (Hauptthema: Venus Anadyomene)

Wo hängt das Original von Botticelli?

Die Geburt der Venus hängt in den Uffizien in Florenz, in Saal A12, den das Museum „Botticelli, La Venere“ nennt; die Inventarnummer lautet 1890 Nr. 878. Botticellis Primavera hängt im selben Museum in Saal A11. Erstmals erwähnt wird das Bild 1550, als Giorgio Vasari es in der Medici-Villa in Castello bei Florenz beschrieb; laut Wikidata blieb es dort bis 1815.

Quelle: Sammlungseintrag der Uffizien (Standort, abgerufen am 5. Nov. 2026) · Uffizien: Botticellis Primavera · Wikidata Q151047 (Standort)

Wer sind die Figuren auf dem Bild?

Links fliegen die Winde Zephyr und vielleicht Aura eng umschlungen und treiben die Göttin ans Ufer. Rechts reicht ihr eine junge Frau, die mal als eine der Grazien, mal als Hore des Frühlings gedeutet wird, einen mit Blumen bedeckten Mantel. Venus selbst steht auf einer großen Jakobsmuschel und bedeckt ihre Nacktheit mit ihrem langen blonden Haar. Laut den Uffizien geht das Windpaar auf eine hellenistische Gemme aus dem Besitz Lorenzos des Prächtigen zurück.

Quelle: Sammlungseintrag der Uffizien (Inv. 1890 Nr. 878) · Wikidata Q151047 (Bildinhalt)

Wann hat Botticelli das Bild gemalt, und wie groß ist es?

Die Geburt der Venus entstand um 1485 und misst 172,5 × 278,5 cm. Botticelli malte sie in Tempera auf Leinwand, einem Bildträger, der im 15. Jahrhundert für dekorative Gemälde in Adelshäusern verbreitet war; die Primavera dagegen ist auf Holz gemalt. Auftraggeber war sehr wahrscheinlich ein Mitglied der Familie Medici. Die Lichtreflexe im blonden Haar der Venus entstanden durch aufgetragenes Gold.

Quelle: Sammlungseintrag der Uffizien (Inv. 1890 Nr. 878) · Uffizien: Botticellis Primavera · Wikidata Q151047

Zu welcher Epoche gehört das Gemälde?

Das Gemälde gehört zur Renaissance: Wikidata ordnet es der Frührenaissance zu, und die Uffizien verschlagworten es mit Renaissance, Florenz und 15. Jahrhundert. Wie das Museum erläutert, greift Botticelli auf die Antike zurück: Die schamhafte Haltung der Venus folgt klassischen Statuen, nach Wikidata dem Typ der Venus pudica, und das Windpaar zitiert eine hellenistische Gemme.

Quelle: Wikidata Q151047 (Stil, Vorlage) · Sammlungseintrag der Uffizien (Inv. 1890 Nr. 878)

Ist Botticellis Werk gemeinfrei?

Ja. Botticelli starb 1510, seine Gemälde sind daher überall frei von Urheberrechten. Eine originalgetreue Fotografie eines gemeinfreien Gemäldes begründet in den USA und in der Europäischen Union kein neues Urheberrecht. Sie können dieses Bild also herunterladen und privat wie kommerziell nutzen. Gemeinfreie Bilder für die kommerzielle Nutzung erklärt, wie.

Quelle: Wikidata Q5669 (gestorben am 17. Mai 1510)

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