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Kunstrichtung · um 1907–1914 · Paris

Kubismus: Kunst und Malerei

Der Kubismus ist eine Kunstrichtung, die um 1907/08 in Paris begann, als Pablo Picasso und Georges Braque Gegenstände und Figuren in flache geometrische Flächen zerlegten, die mehrere Ansichten zugleich zeigen. Auf den analytischen Kubismus (etwa 1908–1912) folgte der synthetische Kubismus (etwa 1912–1914); um 1914 endete die Kunstepoche. Andere Kubisten griffen den Stil auf: Juan Gris, Fernand Léger, Albert Gleizes und Robert Delaunay in Paris, Bohumil Kubišta in Prag und in Russland Kasimir Malewitsch und Ljubow Popowa, die ihn mit dem Futurismus verbanden.

Picasso starb 1973 und Braque 1963, und in Europa gilt das Urheberrecht bis 70 Jahre nach dem Tod des Künstlers; ihre Bilder sind daher noch geschützt, und die Tate und das Met zeigen sie mit Copyright-Vermerk. Wir nennen sie, zeigen sie aber nicht. Die berühmten Bilder unten stammen von Kubisten, deren Werk gemeinfrei ist, etwa Malewitschs kubistisches Gemälde „Der Messerschleifer“, in dem sich Hände und Füße eines Mannes bei der Arbeit wiederholen.

Unten finden Sie 247 Bilder und Gemälde des Kubismus, alle gemeinfrei und kostenlos herunterzuladen.

Auswahl und Texte: Pavel MazuelasAktualisiert am 5. November 2026

Gehört zu: Kunstepochen und Kunststile der Malerei von der Romanik bis heuteSiehe auch: De Stijl, Moderne Kunst, Berühmte Stillleben

Alle Bilder und Gemälde des Kubismus

Stillleben, Figuren, abstrakte Kompositionen, Bildnisse, Szenen des modernen Lebens und Landschaften, dazu einige Zeichnungen. Alle gemeinfrei und kostenlos herunterzuladen.

Berühmte Bilder des Kubismus

Die bekanntesten Bilder des Kubismus von Künstlern, deren Werk gemeinfrei ist. Klicken Sie auf ein Bild, um es aus der Nähe zu sehen und kostenlos herunterzuladen.

Künstler des Kubismus

Zehn Maler, die den Kubismus nach Picasso und Braque aufgriffen, von Juan Gris und Fernand Léger in Paris bis zu Kasimir Malewitsch und Ljubow Popowa in Russland. Picasso und Braque selbst zeigen wir nicht, weil ihr Werk in Europa noch urheberrechtlich geschützt ist. Jeder Link führt zu allen Gemälden des Künstlers.

Kubistische Bildnisse und Figuren

Die Tate schreibt, die Kubisten hätten verschiedene Ansichten einer Figur im selben Bild zusammengeführt, sodass Gesichter und Körper zu Flächen werden. Die Reihe zeigt Bildnisse und Figuren von Gleizes, Popowa, María Blanchard, Malewitsch, Juan Gris und Léger.

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Kubistische Stillleben

Gitarren, Flaschen, Obstschalen und Zeitungen auf einem Tisch: Die meisten Werke von Juan Gris in unserer Sammlung sind Stillleben. Die Tate zählt Gris mit Picasso und Braque zu den Malern des synthetischen Kubismus mit seinen einfacheren Formen und helleren Farben, und Ljubow Popowas „Geige“ von 1915 greift dasselbe Thema auf.

Alle Gemälde von Juan Gris →

Kubistische Landschaften

Cézannes Landschaften aus kleinen flachen Flächen wiesen den Weg, so die Tate, und Légers Stil wurde von der Cézanne-Retrospektive 1907 in Paris geprägt. Léger, Gleizes, La Fresnaye und Souza-Cardoso verwandelten Bäume, Dächer und Rauch in Zylinder und Facetten.

Alle Gemälde von Fernand Léger →

Merkmale des Kubismus

  • Stillleben mit kariertem Tischtuch von Juan Gris

    Mehrere Ansichten zugleich

    Die Tischplatte kippt uns entgegen, während Flasche und Gläser aufrecht stehen, als sähe man sie von zwei Standpunkten zugleich. Die Tate beschreibt den Kubismus als Zusammenführung verschiedener Ansichten eines Gegenstands in einem Bild.

    Stillleben mit kariertem Tischtuch, Juan Gris

  • Der Mann in der Hängematte (L’Homme au hamac) von Albert Gleizes

    Flache Flächen statt tiefem Raum

    Gleizes zerlegt den Mann, die Bäume und ein Stillleben in Flächen entlang eines linearen Rasters, merkt das Buffalo AKG Art Museum an. Die Tate schreibt, die Kubisten hätten die Flächigkeit der Leinwand betont, statt eine Illusion von Tiefe zu erzeugen.

    Der Mann in der Hängematte (L’Homme au hamac), Albert Gleizes

  • Die Raucher von Fernand Léger

    Gedämpftes Grau und Braun

    Léger baut seine Raucher und ihre Rauchwolken aus Grau, Weiß und stumpfem Grün auf. Die Tate datiert diese frühe, strengere Phase, den analytischen Kubismus, auf 1908–1912, mit verschränkten Flächen in gedämpftem Schwarz, Grau und Ocker.

    Die Raucher, Fernand Léger

  • Stillleben mit Gitarre von Juan Gris

    Hellere Farben, einfachere Formen

    1913 malte Gris flache gelbe, blaue und grüne Formen und nachgeahmte Holzmaserung. Die Tate nennt diese spätere Phase von etwa 1912 bis 1914 synthetischen Kubismus: einfachere Formen, hellere Farben und oft eingeklebtes Zeitungspapier.

    Stillleben mit Gitarre, Juan Gris

  • Kontrast der Formen von Fernand Léger

    Röhren und Zylinder

    Léger baut das ganze Bild aus Zylindern und gewölbten Blöcken mit schwarzen Umrissen und Flecken in Rot und Blau. Wegen solcher Formen, so die Tate, nannte der Kritiker Louis Vauxcelles seinen Stil Tubismus.

    Kontrast der Formen, Fernand Léger

  • Der Messerschleifer (Prinzip des Glitzerns) von Kasimir Malewitsch

    Bewegung: Kubofuturismus

    Hände und Füße des Schleifers wiederholen sich in der Bewegung. Die Yale University Art Gallery schreibt, das Bild verbinde die Bildsprache des Kubismus mit der Dynamik des Futurismus, eine Mischung, die man in Russland Kubofuturismus nannte.

    Der Messerschleifer (Prinzip des Glitzerns), Kasimir Malewitsch

Vor und nach dem Kubismus

  1. Die großen Badenden von Paul CézannePostimpressionismusum 1886–1905
  2. Stillleben mit Gitarre von Juan GrisKubismusum 1907–1914
  3. Die Stadt erhebt sich von Umberto BoccioniFuturismus1909 bis um 1916
  4. Schwarzes Quadrat von Kasimir MalewitschSuprematismusum 1913–1919
  5. Cottin & Desgouttes, das Flugzeug der Straße von Jean d’YlenArt déco1920er–1930er

Kubismus im Vergleich mit Futurismus und Orphismus

VergleichKubismusFuturismusOrphismus
Zeitraumum 1907–19141909 bis um 1916ab etwa 1912
RegionParisItalien (Mailand)Paris
ThemenGegenstände und Figuren: Stillleben mit Gitarren, Flaschen und Zeitungen, BildnisseGeschwindigkeit, Maschinen, Menschenmengen und die moderne GroßstadtDie Farbe selbst: Kreise, Fenster und Licht
ZielEinen Gegenstand aus mehreren Blickwinkeln auf einer flachen Fläche zeigenEnergie und Bewegung des modernen Lebens vermittelnMalerei wie Musik, aus Farbe aufgebaut
Berühmtes BeispielGris, „Stillleben mit kariertem Tischtuch“Boccioni, „Die Stadt erhebt sich“Delaunay, „Hommage an Blériot“
Wichtige KünstlerPicasso, Braque, Gris, Léger, GleizesBoccioni, Balla, SeveriniRobert und Sonia Delaunay

Bilder des Kubismus und ihre Künstler

Die berühmten Bilder des Kubismus: wer sie malte, wann, und wo sich jedes Werk heute befindet.

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Berühmte Werke dieser Kunstrichtung mit Künstler, Jahr, Technik und Maßen sowie dem Museum und der Stadt, in denen sich das jeweilige Werk befindet.
GemäldeGemalt vonJahrTechnikMaßeStandortStadt
Der Messerschleifer (Prinzip des Glitzerns)Kasimir Malewitsch1912/13Öl auf Leinwand79,5 × 79,5 cmYale University Art GalleryNew Haven
Der heilige SebastianBohumil Kubišta1912Öl auf Leinwand98 × 74,5 cmNationalgalerie PragPrag
Der HolzfällerKasimir Malewitsch1912Öl auf Leinwand94 × 71,5 cmStedelijk MuseumAmsterdam
Die GlockenIlmari Aalto1914Öl auf Leinwand50 × 40 cmFinnische NationalgalerieHelsinki
Bäuerin mit Eimern: Dynamische AnordnungKasimir Malewitsch1912/13Öl auf Leinwand80,3 × 80,3 cmMuseum of Modern Art (MoMA)New York
Die Mannschaft von Cardiff (L’Équipe de Cardiff)Robert Delaunay1912/13Öl auf Leinwand326 × 208 cmMusée d’Art Moderne de ParisParis
Geige und Spielkarten auf einem TischJuan Gris1913Öl auf Leinwand100 × 65,4 cmMetropolitan Museum of ArtNew York
Le CanigouJuan Gris1921Öl auf Leinwand64,8 × 100,3 cmBuffalo AKG Art MuseumBuffalo
Juan LeguaJuan Gris1911Öl auf Leinwand55,2 × 46,2 cmMetropolitan Museum of ArtNew York
Jeanne d’ArcRoger de La Fresnaye1912Öl auf Leinwand200 × 100 cmMusée d’Art moderne de TroyesTroyes
Der Mann in der Hängematte (L’Homme au hamac)Albert Gleizes1913Öl auf Leinwand130,2 × 155,6 cmBuffalo AKG Art MuseumBuffalo
Der Verleger Eugène FiguièreAlbert Gleizes1913Öl auf Leinwand143,5 × 101,5 cmMusée des Beaux-ArtsLyon
Udnie (Junge Amerikanerin, Der Tanz)Francis Picabia1913Öl auf Leinwand290 × 300 cmCentre Pompidou – Musée national d’art moderneParis

Kubismus: Fragen und Antworten

Was ist Kubismus in der Kunst?

Kubismus bedeutet in der Kunst, Gegenstände und Figuren als flache, geometrische Flächen zu zeigen, die aus mehreren Blickwinkeln zugleich gesehen sind, statt die Illusion räumlicher Tiefe zu erzeugen. Die Tate nennt ihn eine revolutionäre neue Art, die Wirklichkeit darzustellen, um 1907/08 von Pablo Picasso und Georges Braque erfunden: Die Künstler zerlegten ihre Gegenstände in einzelne Flächen, um verschiedene Ansichten gleichzeitig zu zeigen. Das Kunstvokabular des Getty beschreibt eine internationale Bewegung, die sich in Phasen bis Anfang der 1920er-Jahre entwickelte.

Quellen: Tate: Cubism · Getty AAT: Cubist

Was sind die Merkmale des Kubismus?

Kubistische Bilder zerlegen Gegenstände und Figuren in flache geometrische Flächen, zeigen mehrere Ansichten zugleich und betonen die Flächigkeit der Leinwand statt einer Illusion von Tiefe. Laut der Tate waren die Themen meist Gegenstände oder Figuren; die frühe Phase arbeitete mit gedämpftem Schwarz, Grau und Ocker, die spätere mit einfacheren Formen, helleren Farben und eingeklebtem Zeitungspapier. Légers röhrenartige Formen und Malewitschs sich wiederholende, bewegte Figuren zeigen, wie andere Maler den Stil abwandelten.

Quellen: Tate: Cubism · Tate: Fünf Dinge, die man über Fernand Léger wissen sollte · Yale University Art Gallery

Wer hat den Kubismus erfunden?

Pablo Picasso und Georges Braque erfanden den Kubismus um 1907/08 in Paris. Laut der Tate beginnt er nach allgemeiner Auffassung mit Picassos „Les Demoiselles d’Avignon“ von 1907, das schon Elemente des kubistischen Stils enthielt. Angeregt wurde Picasso auch von afrikanischen Masken, die stark stilisiert sind und doch ein lebendiges Menschenbild zeigen, so die Tate. Bald malten auch Juan Gris, Albert Gleizes, Jean Metzinger und Robert Delaunay kubistisch, und Fernand Léger wandte sich dem Stil zu, nachdem er den frühen Kubismus von Picasso und Braque gesehen hatte.

Quellen: Tate: Cubism · Tate: All about cubism · Peggy Guggenheim Collection: Fernand Léger

Sind Picassos kubistische Bilder gemeinfrei, und welche Bilder des Kubismus kann man kostenlos herunterladen?

Nein, Picassos Bilder sind in Europa noch geschützt. Wo das Urheberrecht 70 Jahre nach dem Tod des Künstlers endet, wie in der Europäischen Union und im Vereinigten Königreich, sind Kubisten gemeinfrei, die 1955 oder früher starben, darunter Juan Gris (gestorben 1927), Kasimir Malewitsch (1935), Robert Delaunay (1941) und Fernand Léger (1955); ihre Bilder können Sie kostenlos herunterladen. Pablo Picasso starb 1973 und Georges Braque 1963, ihre Bilder bleiben dort bis Ende 2043 und 2033 geschützt; die Tate und das Met zeigen sie noch mit Copyright-Vermerk. Jean Metzinger (gestorben 1956) folgt am 1. Januar 2027. In den USA sind Werke gemeinfrei, die vor 1931 veröffentlicht wurden.

Quellen: Ihr Europa (Europäische Union): Copyright · GOV.UK: How long copyright lasts · Cornell University Library: Copyright Term and the Public Domain · Tate: Pablo Picasso, 1881–1973 · Tate: Georges Braque, 1882–1963 · Tate: Cubism · Metropolitan Museum of Art: Pablo Picasso, Woman in an Armchair · Metropolitan Museum of Art: Georges Braque, Candlestick and Playing Cards on a Table · Tate: Juan Gris, 1887–1927 · Peggy Guggenheim Collection: Kasimir Malewitsch · Peggy Guggenheim Collection: Robert Delaunay · Peggy Guggenheim Collection: Fernand Léger · Peggy Guggenheim Collection: Jean Metzinger

Woher hat der Kubismus seinen Namen?

Der Name geht wohl auf den Kritiker Louis Vauxcelles zurück, der 1908 in Paris Bilder von Georges Braque sah und schrieb, sie führten alles auf „geometrische Umrisse, auf Würfel“ zurück, so die Tate. Vauxcelles prägte auch das Wort Tubismus für Fernand Légers zylinderartige Formen. Den Orphismus, die farbenfrohe Spielart von Robert und Sonia Delaunay, benannte der Dichter Guillaume Apollinaire um 1912/13.

Quellen: Tate: Cubism · Tate: Fünf Dinge, die man über Fernand Léger wissen sollte · Tate: Orphism

Wann war der Kubismus?

Der Kubismus dauerte von etwa 1907 bis 1914: Seine Hauptphase endete um 1914, denn die Tate datiert den synthetischen Kubismus auf etwa 1912–1914, und Fernand Léger diente von 1914 bis 1917 im französischen Heer. Manche Maler, darunter Juan Gris, arbeiteten weiter kubistisch, und laut dem Kunstvokabular des Getty entwickelte sich die Bewegung in Phasen bis Anfang der 1920er-Jahre. Die Tate nennt den Kubismus den Ausgangspunkt vieler späterer abstrakter Stile, darunter Konstruktivismus und Neoplastizismus.

Quellen: Tate: Synthetic cubism · Peggy Guggenheim Collection: Fernand Léger · Getty AAT: Cubist · Tate: Cubism

Was ist analytischer Kubismus?

Analytischer Kubismus ist die frühe Phase des Kubismus, etwa von 1908 bis 1912, in der die Gegenstände in ein bruchstückhaftes Muster aus sich überlagernden Flächen und mehreren Ansichten zerlegt wurden. Laut der Tate wirken diese Werke strenger, mit verschränkten Flächen und Linien in gedämpftem Schwarz, Grau und Ocker, einer vereinfachten Palette, damit die Farbe nicht von der Struktur der Form ablenkt. Légers „Raucher“ von 1911/12 und Gris’ Bildnis „Juan Legua“ von 1911 bleiben bei dieser zurückhaltenden Palette.

Quellen: Tate: Analytical cubism · Tate: Cubism

Was ist synthetischer Kubismus?

Synthetischer Kubismus ist die spätere Phase des Kubismus, etwa von 1912 bis 1914, mit einfacheren, flacheren Formen, helleren Farben und echten Materialien wie Zeitungspapier und gemustertem Papier, die ins Bild geklebt wurden. Die Tate nennt Georges Braque, Pablo Picasso und Juan Gris als seine Maler und sieht in der Einbeziehung wirklicher Gegenstände in die Kunst den Beginn einer der wichtigsten Ideen der modernen Kunst. Gris’ „Stillleben mit Gitarre“ und „Geige und Spielkarten auf einem Tisch“, beide von 1913, zeigen die helleren Farben.

Quellen: Tate: Synthetic cubism · Tate: Cubism

Was ist der Unterschied zwischen analytischem und synthetischem Kubismus?

Der analytische Kubismus (etwa 1908–1912) zerlegt den Gegenstand in ein bruchstückhaftes Gefüge aus mehreren Ansichten und sich überlagernden Flächen, mit einer vereinfachten Palette, damit nichts von der Struktur der Form ablenkt, so die Tate; die Bilder wirken streng, in gedämpftem Schwarz, Grau und Ocker. Der synthetische Kubismus (etwa 1912–1914) baut das Bild dagegen aus einfacheren Formen und helleren Farben auf und klebt Zeitungspapier und gemustertes Papier ein. Bei Juan Gris zeigt sich der Wandel: Sein „Juan Legua“ von 1911 bleibt bei der gedämpften Palette, „Geige und Spielkarten auf einem Tisch“ von 1913 leuchtet in Rot und Orange.

Quellen: Tate: Analytical cubism · Tate: Synthetic cubism · Tate: Cubism

Was ist orphischer Kubismus (Orphismus)?

Orphismus, auch orphischer Kubismus genannt, ist ein farbenfroher, abstrakter, vom Kubismus beeinflusster Stil, den Robert und Sonia Delaunay um 1912 entwickelten. Laut der Tate prägte der Dichter und Kritiker Guillaume Apollinaire den Begriff 1912/13 nach dem sagenhaften griechischen Sänger Orpheus, um ihre Kunst vom Kubismus allgemein abzugrenzen, und er spiegelt die Idee, dass Malerei wie Musik sein sollte; Robert Delaunay nannte seine eigene Kunst Simultanismus. Auch das Centre Pompidou verbindet Picabias „Udnie“ von 1913 mit Apollinaires Orphismus.

Quellen: Tate: Orphism · Centre Pompidou

Wer sind die wichtigsten Künstler des Kubismus?

Die wichtigsten Künstler des Kubismus sind Pablo Picasso und Georges Braque, die den Stil erfanden, und nach ihnen in Paris Juan Gris, Fernand Léger, Albert Gleizes, Jean Metzinger und Robert Delaunay. Die Tate nennt Gris, Gleizes, Metzinger und Delaunay unter den Künstlern, die kubistisch arbeiteten, und Gleizes und Metzinger schrieben 1912 das Buch „Du ‚Cubisme‘“. In Russland verband Kasimir Malewitsch Kubismus und Futurismus in Bildern wie dem „Messerschleifer“, und Ljubow Popowa, die in Paris bei Metzinger und Le Fauconnier studiert hatte, schlug denselben Weg ein.

Quellen: Tate: All about cubism · Peggy Guggenheim Collection: Albert Gleizes · Yale University Art Gallery · Museo Nacional Thyssen-Bornemisza: Liubov Popova

Welche Bilder des Kubismus sind am bekanntesten?

Die bekanntesten Bilder des Kubismus stammen von Pablo Picasso und Georges Braque, die den Stil um 1907/08 erfanden; als Beginn gilt laut der Tate Picassos „Les Demoiselles d’Avignon“ von 1907. Ihre Werke sind in Europa noch urheberrechtlich geschützt, deshalb zeigen wir sie nicht. Unter den gemeinfreien kubistischen Bildern sind Kasimir Malewitschs „Messerschleifer“, Bohumil Kubištas „Heiliger Sebastian“ und Malewitschs „Holzfäller“ am bekanntesten, gemessen daran, in wie vielen Sprachen es einen Lexikonartikel über sie gibt. Die Yale University Art Gallery zählt den „Messerschleifer“ zu den besten Beispielen der russischen kubofuturistischen Malerei.

Quellen: Tate: Cubism · Yale University Art Gallery · Nationalgalerie Prag: St Sebastian (Europeana-Datensatz)

Was ist ein kubistisches Stillleben?

Ein kubistisches Stillleben zeigt alltägliche Dinge auf einem Tisch, Gitarren, Geigen, Flaschen, Gläser, Obstschalen und Zeitungen, zerlegt in flache Flächen und aus mehreren Blickwinkeln zugleich gesehen. Die Tate nennt Gegenstände und Figuren als die üblichen Themen des Kubismus; im synthetischen Kubismus ab etwa 1912 klebten Braque, Picasso und Juan Gris Zeitungspapier und gemustertes Papier ein. Die meisten Werke von Gris in unserer Sammlung sind Stillleben; in „Le Canigou“ von 1921 setzte er Gitarre und Obstschale vor ein offenes Fenster, um nahen und fernen Raum zu verbinden, so das Buffalo AKG Art Museum.

Quellen: Tate: Cubism · Tate: Synthetic cubism · Buffalo AKG Art Museum

Wie beeinflusste Paul Cézanne den Kubismus?

Der Kubismus wuchs zum Teil aus dem Spätwerk Paul Cézannes, der die Dinge aus leicht unterschiedlichen Blickwinkeln malte, so die Tate, und dessen Figuren und Landschaften aus kleinen flachen Flächen und wiederholten Pinselstrichen aufgebaut sind. Fernand Légers Stil wurde laut der Peggy Guggenheim Collection von der Cézanne-Retrospektive im Pariser Salon d’Automne 1907 geprägt. Cézanne starb 1906, bevor der Kubismus begann, und die Tate zählt ihn zu den vier großen Postimpressionisten.

Quellen: Tate: Cubism · Tate: All about cubism · Peggy Guggenheim Collection: Fernand Léger · Tate: Post-impressionism

So haben wir die berühmten Bilder ausgewählt

Die berühmten Bilder, die wir zeigen, sind die weltweit bekanntesten gemeinfreien Gemälde des Kubismus, gemessen an der Zahl der Sprachen, in denen es einen Lexikonartikel über das jeweilige Werk gibt (Stand: November 2026). Wir zählten nur Gemälde mit Artikeln in mindestens zwei Sprachen, die sich in unserem Katalog befinden, und kein Maler ist mit mehr als drei Werken vertreten; deshalb erscheinen Gris’ „Stillleben mit Gitarre“ und „Stillleben mit kariertem Tischtuch“ stattdessen bei den Merkmalen.

Die bekanntesten kubistischen Werke überhaupt stammen von Pablo Picasso und Georges Braque, die 1973 und 1963 starben. Ihre Bilder sind in Europa noch urheberrechtlich geschützt; wir nennen sie, zeigen sie aber nicht, und dasselbe gilt für andere Kubisten, die nach 1955 starben, etwa Jean Metzinger, František Kupka, Jacques Villon, Auguste Herbin, André Lhote, Alexander Archipenko, Max Weber und Diego Rivera. Wir nehmen nur Maler auf, die bis 1955 starben, und Werke, die vor 1931 entstanden, und nur Gemälde, die unser Katalog, das besitzende Museum oder Wikidata dem Kubismus, dem Kubofuturismus oder dem Orphismus zuordnet. Gris’ „Bildnis Pablo Picasso“ und „Die Flasche Anís del Mono“ sowie drei kubistische Gemälde von Gleizes stehen auf unserer Seite zur modernen Kunst.

Daten, Maße und Standorte stammen aus den Unterlagen der Museen und aus Wikidata.

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