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Kunstrichtung · 1917–1931 · Niederlande

De Stijl: Kunst und Neoplastizismus

De Stijl ist eine Kunstrichtung, die 1917 in den Niederlanden um eine gleichnamige Zeitschrift entstand und Kunst aus geraden waagerechten und senkrechten Linien, flachen Rechtecken und Grundfarben schuf. Gegründet wurde sie von Piet Mondrian und Theo van Doesburg, und sie bestand bis 1931, mit Malern, Gestaltern und Architekten wie Bart van der Leck, Vilmos Huszár und Gerrit Rietveld.

Der Name ist niederländisch und bedeutet „der Stil“. Die Gruppe wollte einen einzigen Stil für alles, vom Gemälde bis zu Stuhl und Haus, und Mondrian nannte ihre Art der Malerei Neoplastizismus. Rietveld übertrug die Regeln auf Möbel und Architektur, mit seinem Rot-Blauen Stuhl um 1919 und dem Rietveld-Schröder-Haus von 1924 in Utrecht. Van Doesburgs „Die Kartenspieler“ von 1916/17 zeigen den Weg dorthin: 1917 verwandelte er das Bild in ein abstraktes Gemälde.

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Auswahl und Texte: Pavel MazuelasAktualisiert am 5. November 2026

Gehört zu: Kunstepochen und Kunststile der Malerei von der Romanik bis heuteSiehe auch: Moderne Kunst, Abstrakte Kunst

Alle Bilder und Werke von De Stijl

Abstrakte Gemälde von Piet Mondrian und Theo van Doesburg, Titelblätter der Zeitschrift De Stijl, ein Entwurf für die Aubette, eine Glasmalerei und ein Dada-Plakat. Alle gemeinfrei und kostenlos herunterzuladen.

Berühmte Werke von De Stijl

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Künstler von De Stijl

Die beiden Gründer, deren Werk gemeinfrei ist. Bart van der Leck, Vilmos Huszár, Georges Vantongerloo und die Architekten Gerrit Rietveld und J. J. P. Oud gehörten ebenfalls zu De Stijl, starben aber zwischen 1958 und 1965; ihr Werk ist daher in weiten Teilen der Welt noch urheberrechtlich geschützt und wird nicht gezeigt.

Neoplastizismus: der Stil Piet Mondrians

Neoplastizismus nannte Mondrian eine Malerei nur aus waagerechten und senkrechten Linien, den Grundfarben und Schwarz, Weiß und Grau, erklärt die Tate. Anfang der 1920er-Jahre waren seine Bilder laut dem Solomon R. Guggenheim Museum gebrochen weiße Gründe, geteilt von schwarzen Linien, mit Feldern in je einer Grundfarbe, wie in diesen Gemälden von 1921 bis 1930.

Alle Gemälde von Piet Mondrian →

Theo van Doesburg und De Stijl

Nach 1917 folgte Van Doesburg dem Beispiel Mondrians und befreite seine Bilder von allem Gegenständlichen, bis nur Farben und geometrische Formen blieben, so das Solomon R. Guggenheim Museum; ab etwa 1924 kippte er sie in seinen Kontra-Kompositionen auf die Diagonale. Die Bilder reichen vom Ende der 1910er-Jahre bis zur „Simultanen Kontra-Komposition“ von 1929.

Alle Werke von Theo van Doesburg →

Die Zeitschrift De Stijl und Van Doesburgs Entwürfe

De Stijl begann als Zeitschrift, die Van Doesburg herausgab und die im Herbst 1917 zum ersten Mal an die Abonnenten ging. 1921 ersetzte ein kräftiges rotes NB, von Van Doesburg und Mondrian erdacht, die alte Vignette auf dem Titelblatt: Es stand für Nieuwe Beelding, den Neoplastizismus, erklärt das Rijksmuseum Bulletin. Die drei Titelblätter sind Scans des Faksimile-Nachdrucks von 1968, nicht der Originalhefte, und die letzte Kachel gehört zu Dada, nicht zu De Stijl: ein Plakat von 1922 für eine Kleine Dada Soirée, das Van Doesburg mit Kurt Schwitters gestaltete.

Merkmale von De Stijl und Neoplastizismus

  • Komposition mit Raster 1 von Piet Mondrian

    Nur waagerechte und senkrechte Linien

    Achten Sie auf schwarze Linien, die nur auf und ab oder quer verlaufen und sich im rechten Winkel treffen, ohne jede Schräge. Die Tate beschreibt De Stijl als Stil, der auf einer strengen Geometrie aus Waagerechten und Senkrechten beruht; 1918 füllte Mondrian die Felder dazwischen noch mit sanftem Gelb und Grau.

    Komposition mit Raster 1, Piet Mondrian

  • Komposition mit Rot, Gelb und Blau von Piet Mondrian

    Grundfarben, Schwarz, Weiß und Grau

    Ein roter Block, ein schmaler gelber Streifen und ein blauer Balken sitzen an den Rändern einer großen weißen Fläche, getrennt durch schwarze Linien. Das Cleveland Museum of Art schreibt, Mondrian habe sich auf waagerechte und senkrechte Rechtecke in Rot, Gelb und Blau beschränkt, dazu Schwarz und Weiß.

    Komposition mit Rot, Gelb und Blau, Piet Mondrian

  • Komposition in Farbe A von Piet Mondrian

    Farbflächen, die auf Weiß schweben

    1917 verteilte Mondrian kleine Blöcke in gedämpftem Rot, Blau und Ocker mit kurzen schwarzen Balken über einen weißen Grund. Das Kröller-Müller Museum merkt an, das Weiß sei kein neutraler Hintergrund, sondern ein lebendiger Teil des Bildes; in späteren Werken gab er dieses Gefühl von Tiefe und Bewegung auf und blieb bei Rot, Gelb und Blau.

    Komposition in Farbe A, Piet Mondrian

  • Die Kartenspieler von Theo van Doesburg

    Vom wirklichen Leben zur reinen Abstraktion

    Viele Bilder von De Stijl begannen mit einem wirklichen Motiv. Van Doesburg baute zuerst drei Kartenspieler aus flachen geometrischen Formen und arbeitete sie dann zur „Komposition IX“ von 1917 um; der vollständige Titel, den das Kunstmuseum Den Haag diesem Bild gibt, nennt es eine Abstraktion der Kartenspieler.

    Die Kartenspieler, Theo van Doesburg

  • Kontra-Komposition der Dissonanzen XVI von Theo van Doesburg

    Die Diagonale der Kontra-Kompositionen

    Ab etwa 1924 drehte Van Doesburg sein Raster um 45 Grad und nannte das Ergebnis Elementarismus, erklärt das Solomon R. Guggenheim Museum. Mondrian, der an Senkrechten und Waagerechten festhielt, sah darin Ketzerei, und laut der Tate trieb die Diagonale ihn aus De Stijl.

    Kontra-Komposition der Dissonanzen XVI, Theo van Doesburg

  • Farbentwurf für die Decke der Café-Brasserie in der Aubette, 1927 von Theo van Doesburg

    Kunst für ganze Räume

    De Stijl war nie nur Malerei: Die Künstler wollten eine neue Kunst für die ganze Gesellschaft, einschließlich Gestaltung und Architektur, so das Kunstmuseum Den Haag. Dieser Farbentwurf von 1927 für die Decke der Café-Brasserie in der Aubette in Straßburg plant einen ganzen Raum in denselben Farbblöcken wie die Gemälde.

    Farbentwurf für die Decke der Café-Brasserie in der Aubette, 1927, Theo van Doesburg

Vor und nach De Stijl

  1. Bildnis Pablo Picasso von Juan GrisKubismusum 1907–1914
  2. Schwarzes Quadrat von Kasimir MalewitschSuprematismusum 1913–1919
  3. Komposition II in Rot, Blau und Gelb von Piet MondrianDe Stijl1917–1931
  4. Cottin & Desgouttes, das Flugzeug der Straße von Jean d’YlenArt déco1920er–1930er
  5. Improvisation 35 von Wassily KandinskyAbstrakter Expressionismus1940er–1950er

De Stijl im Vergleich mit Kubismus und Bauhaus

VergleichKubismusDe StijlBauhaus
Zeitraumum 1907–19141917–19311919–1933
RegionParisNiederlande (Leiden), dann ParisDeutschland (Weimar, Dessau, Berlin)
Was es warEine neue Art zu malenEin Künstlerkreis und seine ZeitschriftEine Schule für Kunst, Architektur und Gestaltung
ZielEinen Gegenstand aus mehreren Blickwinkeln auf einer flachen Fläche zeigenEine reine abstrakte Kunst für eine neue, bessere WeltDie Kunst ins tägliche Leben zurückbringen, mit Gestaltung und Architektur so wichtig wie die freie Kunst
AussehenIn flache Flächen zerlegte Gegenstände, erst in Grau und Ocker, dann in helleren FarbenGerade waagerechte und senkrechte Linien, flache Rechtecke, Rot, Gelb und Blau mit Schwarz, Weiß und GrauEinfache geometrische Formen und funktionale Entwürfe
Berühmtes BeispielGris, „Stillleben mit kariertem Tischtuch“Mondrian, „Komposition II in Rot, Blau und Gelb“Gropius, das Bauhausgebäude in Dessau
Wichtige KünstlerPicasso, Braque, Gris, LégerMondrian, Van Doesburg, Van der Leck, Huszár, RietveldGropius, Kandinsky, Klee, Moholy-Nagy, Albers

Werke von De Stijl und ihre Künstler

Die berühmten Bilder von De Stijl: wer sie malte, wann, und wo sich jedes Werk heute befindet.

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Berühmte Werke dieser Kunstrichtung mit Künstler, Jahr, Technik und Maßen sowie dem Museum und der Stadt, in denen sich das jeweilige Werk befindet.
GemäldeGemalt vonJahrTechnikMaßeStandortStadt
Die KartenspielerTheo van Doesburg1916/17Öl und Tempera auf Leinwand120,2 × 149,8 cmKunstmuseum Den HaagDen Haag
Komposition mit Raster 1Piet Mondrian1918Öl auf Leinwand80,2 × 49,9 cmMuseum of Fine ArtsHouston
Komposition APiet Mondrian1919/20Öl auf Leinwand91,5 × 92 cmGalleria Nazionale d’Arte ModernaRom
Kontra-Komposition der Dissonanzen XVITheo van Doesburg1925Öl auf Leinwand100 × 180 cmKunstmuseum Den HaagDen Haag

De Stijl: Fragen und Antworten

Was ist De Stijl?

De Stijl ist niederländisch für „der Stil“ und bezeichnet eine Gruppe niederländischer Maler, Gestalter und Architekten mit ihrer Zeitschrift, die von 1917 bis 1931 abstrakte Bilder aus geraden waagerechten und senkrechten Linien, flachen Rechtecken und den Grundfarben mit Schwarz, Weiß und Grau schufen. Laut der Tate begann De Stijl 1917 als Zeitschrift, gegründet von Piet Mondrian und Theo van Doesburg, und Mondrian nannte diese Malerei Neoplastizismus. Die Künstler wollten nach dem Ersten Weltkrieg mit einem einzigen internationalen Stil für Kunst und Gestaltung eine neue Gesellschaft aufbauen; das Kunstvokabular des Getty spricht von reiner abstrakter Form, die das Universelle ausdrückt.

Quellen: Tate: De Stijl · Tate: Neo-plasticism · Tate Modern: Van Doesburg and the International Avant-Garde · Getty AAT: De Stijl

Was sind die Merkmale von De Stijl?

Bilder von De Stijl verwenden nur gerade Linien, die waagerecht oder senkrecht verlaufen, flache Quadrate und Rechtecke sowie Rot, Gelb und Blau mit Schwarz, Weiß und Grau; nichts in ihnen stellt einen wirklichen Gegenstand dar. Genau diese Elemente nennt die Tate für den Neoplastizismus, Mondrians Namen für den Stil. Ab etwa 1924 fügte Van Doesburg die Diagonale hinzu, was die Gruppe spaltete, und dieselben Regeln galten für Möbel, Innenräume und Bauten wie das Rietveld-Schröder-Haus in Utrecht.

Quellen: Tate: Neo-plasticism · Solomon R. Guggenheim Museum: van Doesburg, Kontra-Komposition XIII · Rietveld-Schröder-Haus (Centraal Museum)

Wer gründete De Stijl?

Theo van Doesburg gründete De Stijl 1917 als Zeitschrift, die er von Leiden aus herausgab, und die Tate nennt Piet Mondrian als Mitbegründer; Mondrian legte seine Ideen in einem langen Aufsatz dar, der sich durch den ersten Jahrgang zog. Laut dem Rijksmuseum Bulletin halfen der Dichter Antony Kok, der Architekt J. J. P. Oud und der Maler Vilmos Huszár bei der Gründung, und Bart van der Leck schrieb für die ersten Hefte. Ausgangspunkt war der Kubismus, den Mondrian in Paris bis an die Schwelle der Abstraktion trieb, so die Tate.

Quellen: Kunstmuseum Den Haag: Die Kartenspieler · Tate: De Stijl · Tate: Neo-plasticism · Rijksmuseum Bulletin: Nota Bene: De Stijl (2017) · Tate: Piet Mondrian · Tate: Cubism

Wann gab es De Stijl?

De Stijl gab es von 1917 bis 1931: Die Bewegung begann mit dem ersten Heft ihrer Zeitschrift und endete mit Theo van Doesburgs Tod; laut der Tate führte er die Zeitschrift bis dahin weiter, und das Rijksmuseum Bulletin ergänzt, dass 1932 ein letztes Heft zu seinen Ehren erschien. Mondrian hatte die Gruppe schon Mitte der 1920er-Jahre verlassen, nachdem Van Doesburg die Diagonale in seine Bilder gebracht hatte. Das Kunstmuseum Den Haag schreibt, die abstrakte Kunst, für die Van Doesburg die Grundlage legte, sei in den 1930er-Jahren einflussreich geworden.

Quellen: Tate: De Stijl · Rijksmuseum Bulletin: Nota Bene: De Stijl (2017) · Solomon R. Guggenheim Museum: Mondrian, Komposition Nr. 1: Raute mit vier Linien · Kunstmuseum Den Haag: Die Kartenspieler

Was ist Neoplastizismus?

Neoplastizismus ist der Begriff, den Mondrian für seine eigene abstrakte Malerei übernahm, die nur waagerechte und senkrechte Linien, die Grundfarben und die Nichtfarben Schwarz, Weiß und Grau verwendet. Er kommt vom niederländischen „de nieuwe beelding“ und bedeutet im Grunde neue Kunst, erklärt die Tate. Neoplastizismus und De Stijl überschneiden sich, sind aber nicht dasselbe: De Stijl ist die Gruppe mit ihrer Zeitschrift, und die Tate wendet den Begriff auf das Werk des ganzen Kreises an, zumindest bis zu Mondrians Bruch mit ihm; Mondrian malte danach im selben Stil weiter.

Quellen: Tate: Neo-plasticism · Solomon R. Guggenheim Museum: Mondrian, Komposition Nr. 1: Raute mit vier Linien

Zu welcher Kunstrichtung gehört Piet Mondrian?

Piet Mondrian gehörte zur Kunstrichtung De Stijl, die er nach einer kubistischen Phase in Paris mitbegründete, und er schrieb ihre Theorie: Im ersten Jahrgang der Zeitschrift veröffentlichte er den Aufsatz, in dem er den Neoplastizismus bestimmte, so die Tate. Anfang der 1920er-Jahre beschränkte er seine Bilder laut dem Solomon R. Guggenheim Museum auf gebrochen weiße Gründe, geteilt von schwarzen waagerechten und senkrechten Linien, mit Feldern in je einer Grundfarbe. Ab 1919 lebte er in Paris und brach wegen Van Doesburgs Diagonalen mit der Gruppe, malte aber in derselben Sprache weiter.

Quellen: Tate: Neo-plasticism · Solomon R. Guggenheim Museum: Mondrian, Komposition Nr. 1: Raute mit vier Linien · Tate: Piet Mondrian

Welche Künstler gehörten zu De Stijl?

Zentrale Gestalten von De Stijl sind die Gründer Piet Mondrian (1872–1944) und Theo van Doesburg (1883–1931). Das Rijksmuseum Bulletin nennt die übrigen: von Beginn an den Dichter Antony Kok, den Architekten J. J. P. Oud und den Maler Vilmos Huszár, mit Bart van der Leck unter den ersten Autoren; im ersten Jahr die Architekten Jan Wils und Robert van ’t Hoff, den belgischen Bildhauer Georges Vantongerloo und den italienischen Maler Gino Severini; und 1919 den Möbelbauer Gerrit Rietveld.

Quellen: Tate: De Stijl · Rijksmuseum Bulletin: Nota Bene: De Stijl (2017) · Kunstmuseum Den Haag: Die Kartenspieler

Gehört De Stijl zum Bauhaus?

Nein. De Stijl war eine niederländische Gruppe um eine Zeitschrift, 1917 gegründet; das Bauhaus war eine deutsche Schule für Kunst, Architektur und Gestaltung, die Walter Gropius 1919 in Weimar eröffnete, erklärt die Tate. Beide wollten die Kunst ins tägliche Leben bringen, und ihre Wege kreuzten sich: Van Doesburg lebte bis Ende 1922 in Weimar, in der Nähe des Bauhauses, wurde dort aber nicht Lehrer und hielt stattdessen bei sich zu Hause einen De-Stijl-Kurs, an dem viele Studenten und Lehrer des Bauhauses teilnahmen, so die Tate. Das Bauhaus veröffentlichte später seine Schrift „Grundbegriffe der neuen gestaltenden Kunst“.

Quellen: Tate: De Stijl · Tate: Bauhaus · Tate Modern: Van Doesburg and the International Avant-Garde · Tate Etc.: Avant-garde apostle (2010) · Peggy Guggenheim Collection: Theo van Doesburg

Hat De Stijl auch Möbel und Architektur gestaltet?

Ja. Die Künstler wollten eine neue Kunst für die ganze Gesellschaft, einschließlich Gestaltung und Architektur, so das Kunstmuseum Den Haag, und sie schufen auch Glasfenster, Typografie und Innenräume. Gerrit Rietveld entwarf um 1919 seinen Rot-Blauen Stuhl, und 1924 entwarf er mit der Bauherrin Truus Schröder ein Haus in Utrecht, mit waagerechten und senkrechten Linien und allen Grundfarben mit Weiß, Grau und Schwarz. Rietveld starb 1964; Abbildungen seiner Entwürfe sind daher noch geschützt, und wir zeigen sie nicht.

Quellen: Kunstmuseum Den Haag: Die Kartenspieler · Tate Modern: Van Doesburg and the International Avant-Garde · Rietveld-Schröder-Haus (Centraal Museum)

Kann man Bilder von De Stijl kostenlos herunterladen?

Ja, die Bilder von Mondrian und Van Doesburg. Mondrian starb 1944 und Van Doesburg 1931, ihre Werke sind daher überall gemeinfrei, wo das Urheberrecht 70 Jahre nach dem Tod endet, und in den USA sind vor 1931 veröffentlichte Werke ebenfalls gemeinfrei. Bart van der Leck, Vilmos Huszár, Gerrit Rietveld und Georges Vantongerloo starben zwischen 1958 und 1965; ihr Werk wird in diesen Ländern erst zwischen 2029 und 2036 gemeinfrei. Mondrians Bilder nach 1930 können in den USA noch geschützt sein, deshalb endet unsere De-Stijl-Sammlung mit dem Jahr 1930.

Quellen: Cornell University Library: Copyright Term and the Public Domain · Kunstmuseum Den Haag: Die Kartenspieler · Kunstmuseum Den Haag: Tableau I (niederländisch)

Wo kann man Kunst von De Stijl sehen?

Das Kunstmuseum Den Haag besitzt nach eigenen Angaben die größte Mondrian-Sammlung der Welt, dazu Werke von Rietveld, Van der Leck und Huszár, und zeigt Van Doesburgs „Kartenspieler“. Das Rijksmuseum Bulletin nennt das Stedelijk Museum in Amsterdam und das Centraal Museum in Utrecht unter den wichtigsten niederländischen Sammlungen zu De Stijl, und das Kröller-Müller Museum in Otterlo besitzt Mondrians „Komposition in Farbe A“. In New York ordnet das Solomon R. Guggenheim Museum Werke von Mondrian und Van Doesburg De Stijl zu.

Quellen: Kunstmuseum Den Haag: Die Kartenspieler · Kunstmuseum Den Haag: Compositie met groot rood vlak (niederländisch) · Rijksmuseum Bulletin: Nota Bene: De Stijl (2017) · Kröller-Müller Museum: Mondrian, Komposition in Farbe A · Solomon R. Guggenheim Museum: De Stijl (Sammlung nach Kunstrichtungen)

Wie spricht man De Stijl aus?

Auf Niederländisch spricht man De Stijl [də stɛɪl] aus, für deutsche Ohren etwa „de Steil“: Das „de“ hat ein kurzes, unbetontes e wie in „bitte“, und das „ij“ in „stijl“ ist ein Doppellaut, ähnlich dem deutschen ei, nur mit offenerem, ä-artigem Beginn. So steht es in der Lautschrift des Algemeen Nederlands Woordenboek des Instituts für die niederländische Sprache. „Stijl“ ist einsilbig, und der Name bedeutet „der Stil“. Im Englischen hört man meist [də ˈstaɪl], also etwa „de Stail“, wie Dictionary.com angibt.

Quellen: Instituut voor de Nederlandse Taal, Algemeen Nederlands Woordenboek: stijl (niederländisch) · Instituut voor de Nederlandse Taal, Algemeen Nederlands Woordenboek: de (niederländisch) · Dictionary.com: De Stijl (englisch) · Tate: De Stijl

So haben wir die berühmten Werke ausgewählt

Als berühmte Werke zeigen wir die Bilder von De Stijl, die weltweit am bekanntesten sind, gemessen an der Zahl der Sprachen, in denen es einen Lexikonartikel über das jeweilige Werk gibt (Stand: November 2026). Es zählen nur Gemälde mit Artikeln in mindestens zwei Sprachen; davon sind vier in unserer Sammlung. Wir nehmen nur Künstler auf, die bis 1955 starben, damit jedes Bild gemeinfrei ist; deshalb fehlen Bart van der Leck, Vilmos Huszár, Georges Vantongerloo, Gerrit Rietveld und J. J. P. Oud sowie Mondrians Bilder nach 1930 wie „Broadway Boogie Woogie“.

Unser Katalog führt viele Werke Mondrians und Van Doesburgs aus den Jahren von De Stijl unter Moderne; die Liste nimmt daher auch Gemälde auf, die die beiden Gründer innerhalb der Daten der Bewegung schufen, 1917 bis 1931. Einzige Ausnahme sind „Die Kartenspieler“ von 1916/17: Das Kunstmuseum Den Haag zeigt das Bild mit seiner De-Stijl-Sammlung, und Van Doesburg verwandelte es 1917 in ein abstraktes Gemälde. Mondrians „Komposition II in Rot, Blau und Gelb“ von 1930 steht auf unserer Seite zur modernen Kunst, und zwei bekannte Werke, Mondrians „Komposition mit großer roter Fläche, Gelb, Schwarz, Grau und Blau“ von 1921 und Van Doesburgs „Komposition IX“ von 1917, sind noch nicht in unserer Sammlung.

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